Springtime 

Hier kommt meine federleichte Frühlingsmelodie “Springtime”, dargeboten vom Vibraphon mit seinem typischen sanften, aber eben auch percussiven Sound. Im zweiten Durchgang treibt der Bass mit herrlich groovig-jazzigen Swing Linien und gibt der Nummer ein noch flotteres Feeling. Der klassische Fender Rhodes Keyboard Sound kann sich mit beiden anfreunden und gibt seinerseits ein paar rhythmische Einwürfe zum Besten. Dazu als Garnierung ein paar Synthesizer Sounds, mal als angedeutetete zweite Stimme im Bass, mal als angetäuschter Chor. Zuguterletzt noch ein Swing Schlagzeug, dass alles zusammenhalten soll, sich allerdings zurecht über eine unterrepräsentierte Lautstärke beschwert. Was soll man machen, irgend jemand muss immer zurückstecken. Fertig ist meine Frühlingdnummer “Springtime”, die uns umgehend entspannt und für gute Laune sorgt. Reminiszenzen an Henry Mancini und Bert Kaempfert werden erweckt. Letzterer kam ja genau wie ich aus Hamburg und alle beide gehören zu meinen Allzeit Favoriten.
Viel Spass beim Anhoeren: Springtime

Fluffy Brainworks 

Ich bin dabei meine website umzustrukturieren. Im Zuge dessen gibt es auch diese neue Page, mit einem Stück, welches mir letztes Wochenende einfiel und dass ich dann auch gleich umgehend aufgenommen habe: "Don´t Be Late". Hier ist es zu hoeren: https://mariostresow.com/fluffy-brainworks

Herbert 

Bei der letzten Silvesterfeier im Altenheim schlich sich Heimbewohner Herbert auf die Bühne und gab eine Eigenkomposition zum Besten. "Weltpremiere, das wird ein Evergreen." hatte er vorher wochenlang im Heim rumerzählt. Seine Hoffnung, dass alle den Refrain mitsingen würden, erfüllte sich jedoch nicht. Der Heimleiter sah sich vielmehr veranlasst, zwar ruhig und besonnen, aber doch einzugreifen: Francesco Slowdown Podcast - Episode Herbert
 

Die Prophezeiung 

nimmt in meiner Kurzprosa einen gänzlich unerwarteten Verlauf. Welche Rolle dabei eine bereits 1927 in Australien gegründete und international agierende Handelskette spielt - und wieso ein tanzender Teddy zu tieferen Erkenntnissen führen kann - das alles erfahrt ihr hier: Die Prophezeiung.

Seven Seas 

König Bruno der Fragwürdige war ein innovativer Geist.  Und so beschloss er bereits vor 400 Jahren, erstmals eine Frau als Kapitänin auf ein Schiff zu setzen. Diese Frau musste alle sieben Weltmeere umsegeln und durfte erst dann in ihren Heimathafen zurückkehren, wenn dies geschehen war. Warum und was war ihre Mission, ihre Aufgabe? Kehrte sie zurück und wenn ja, in welchem Zustand? Was geschah mit dem Schiff und der Besatzung während der Reise? Das alles wird in meiner Musik Seven Seas erzählt. 
https://mariostresow.com/track/2860047/seven-seas

Hier gibt es die Noten von dem Stück: https://mariostresow.com/sheet-music
 

Konzertkritik "Bun - Jon & The Big Jive" auf dem "International Music Festival 2021" in Buxtehude 

Konzertkritik von Harald Winter (publiziert im Stader Tageblatt am 06.09.2021) über den Auftritt von “Bun – Jon & The Big Jive“ am 04.9.2021 auf dem “International Music Festival“ in Buxtehude. Foto: Jan-Iso Juergens. 

BUXTEHUDE. Es waren zwei Konzerte an gleichem Ort, sogar an der frischen Luft. Beide gehörten zum Programm des Internationalen Musikfestivals (IMF) in Buxtehude – und waren doch so verschieden. 

Swingin‘ Stadtpark am Sonnabend in Buxtehude: Spätestens nach der mit Sprüngen gewürzten A-cappella-Version von Merle Travis legendärem Arbeitersong „Sixteen Tons“ mit der gesamten Band am Bühnenrand gab es kleine Explosionen hinter dem Hallenbad: Teile des Publikums riss es von den Klappstühlen des gut besuchten, jedoch nicht ganz ausverkauften Konzerts im Rahmen des diesjährigen Internationalen Music Festivals (IMF) und inspirierte sie zu den seltsam lockeren Verrenkungen des Lindy-Hop und Rock’n’Roll. 

Impulsgeber: Bun-Jon & The Big Jive, deren Spezialität, die ansteckend schwungvolle US-Tanzmusik vor allem der 30er und 40er Jahre des 19. Jahrhunderts, allen nicht nur in die Beine fuhr. Das Besondere – jedenfalls aus lokalem Buxtehuder Blickwinkel: Eine besondere Würze, auch mit einigen gelungenen Eigenkompositionen, verlieh gerade dem treibenden Jive der auch auf vielen internationalen Festivals beheimateten Hamburger Band ein Sohn dieser Stadt – und zwar an ziemlich entscheidender Stelle: Der Buxtehuder Kontrabassist Guido Jäger, den wir auch schon als Begleiter des weltbekannten Klarinettisten Giora Feidman erleben durften, schuf mit seinem treibenden Walking Bass den nötigen Druck, um der schnellen Tanzmusik den obligatorischen rhythmischen Wumms zu geben ohne den sich kein Schenkel in Bewegung setzen würde. 

Rhythmusgruppe mit solidem Temperament, Virtuosität und Geschlossenheit 

Womit wir beim Herzstück der Band wären: Die Rhythmusgruppe mit Georg Sheljasov, Piano, Guido Jäger, Bass, Mario Stresow, Guitar, und Matthias Friedel, Drums, legten mit solidem Temperament, Virtuosität und Geschlossenheit die alles entscheidende Basis dieser Musik – sogar noch mit einem ausgefallenen Alleinstellungsmerkmal: Wo hörte man schon so viele ausgebuffte, komplexe Breaks und Schlusswendungen an rhythmisch schwierigen Stellen wie an diesem Abend? 

Daran war natürlich die Horn Section mit Udo Kern und Michael Nix nicht ganz unschuldig – im Gegenteil: Saxofon und Trompete (Organisator Dieter Klar: „Endlich mal Blech…“) sorgten sowohl mit guten Soli und Akzenten als auch mit wohlklingend arrangiertem Satzspiel für Vielfarbigkeit und guten Untergrund für den Sänger Bun-Jon Winkelmann. Wohlklingend-beweglich seine Stimme, sang er nicht nur überzeugend mit allem, was an dieser Stelle dazu gehört, wie zum Beispiel die Kiekser beim „Caledonia Boogie“ von Louis Jordan, sondern packte auch noch in den Gesangspausen seine Gummi-Unterschenkel aus, um den Drive anzuheizen. Nicht zuletzt der Schalk, der ihn ab und an packte bei der Erklärung so beredter Titel wie „I like em fat like that“ oder „I’d like to break your neck“, brachte ihn in enge, unterhaltsame Kommunikation mit dem Publikum. 

Sie sind jetzt schon fürs nächstes Jahr engagiert.